Alles begann eigentlich im Jahre 1962. Da trafen sich die Schüler Francis Rossi,
Jess Jaworski, Alan Lancaster und John Coghlan, und gründeten in Süd-London
die Schülerband The Spectres, die dann Ende `66 in Traffic und danach in Traffic Jam
umbenannte wurde. Damals war noch Alan Lancaster der Sänger und Frontman.
Sie wurden für einige Gigs gebucht. Der Erfolg ließ auf sich warten. Jess Jaworski verließ
die Band und wurde durch Roy Lynes am Keyboard ersetzt. Ihr Manager Pat Barlow
versuchte alles mögliche um die Band ins Rampenlicht zu bekommen.
Da es immer wieder zu Streitigkeiten mit Steve Winwoods "Traffic" kam, musste ein
neuer Name her. Pat Barlow kam mit der Idee "Quo Vadis" daher. Nach lange Hin und Her
kam dann der Name Status Quo, und eine Band, die sich über 40 Jahre halten sollte,
war geboren. Von nun an war der Leadsänger Francis. Sie bekamen einen 5 Jahresvertrag
bei Piccadilly Records. Es folgten einige Singles, die allesamt erfolglos blieben.
1966 stieß Rick Parfitt, der vorher bei "The Highlights" spielte, zur Band.
Mit Pictures of Machtstick Men, der eigentlich eine B-Seite war, kam der große Durchbruch.

Nach dem Hit "Pictures of Machtstick Men" folgen für das Jahr `68 50 Auftritte.
Pat Barlow zahlt den damaligen Piratensenden eine Menge Geld,
damit Status Quo täglich gespielt werden. "Pictures of Machtstick Men" erreicht in
den USA Platz 12, Deutschland Platz 7 und in den UK Charts Platz 7 und bleibt
12 Wochen in den Charts. Die Folgesingle "Black Veils of Melancholy" wird ein Flop
und von der Presse zerrissen. Es folgt ein Song, der von Scott und Wilde geschrieben
wurde, "Ice in the Sun". Dieser Song erreicht in den UK Platz 8 und bleibt 12 Wochen
in den Charts. Quo tritt in Deutschland im Beatclub mit "Ice in the Sun" auf.
Die erste LP "The Picturesque Matchstickable Messages of the Status Quo"
wird veröffentlicht und kann sich nicht in den Charts platzieren.

1969 sind 60 Auftritte geplant. Der richtig große Erfolg, der auch das nötige
Kleingeld bringen soll, ist noch nicht eingetreten. Vielfach sind sie bei den Auftritten
nur die Vorband einige namhafter Bands wie Small Faces. Quo ändert seine anfängliche
Psychedelic-Phase und spielt von nun an mehr bluesige Nummern.
Es erscheit die zweite LP "Spare Parts". Auch mit dieser LP scheint der
Erfolg nicht zurück zukommen. Ende `69 sind Quo finanziell am Ende.

Der Absturz der letzten Jahre, spiegelt sich 1970 auch in der niedrigen Anzahl
der Auftritten wieder. Sie finden zu ihrem eigentlichen Stil, dem sie bis Heute treu
geblieben sind, dem "12-Bar-Boogie" wie er unter Fachleuten genannt wird.
Im März `70 wird dann die erste Single im neuen Stil veröffentlicht "Down the Dustpipe".
Der neue Stil kommt eindrucksvoller rüber. So auch die UK Platzierung.
17 Wochen in den Charts, Höchstplatzierung 12. Roy Lynes verlässt im September die Band.
Quo tritt einige Zeit als Quartett auf. Es wird an einer neuen LP gearbeitet.
Sie bekommt den Namen "Ma Kelly's Greasy Spoon".
Die Auskopplung "In my Chair" kann einen mittleren Erfolg verzeichnen.

1971 beginnt mit der Trennung vom alten Management. Es wird Colin Johnson als neuer
Manager verpflichtet. Quo wird in der Presse erneut zerrissen. Man bezeichnet sie als
eine billige Ausgabe von "Canned Heat". Dennoch wird `71 mehr als 100 Konzerte bestritten.
"Tune to the Music" ist die erste Single-Veröffentlichung unter neuem Management
mit nur mäßigem Erfolg. Sie entpuppen sich mehr und mehr als Live-Band.
Mit der Plattenfirma PYE, wird eine Verlängerung des Vertrages um ein Jahr erreicht.
Das Konzert "Greyhound in Croydon" signalisierte Quo, dass sie an Popularität gewonnen hatten.
Vor ihnen wollte Nazareth auftreten. Die Fans hinderten Nazareth an ihrer musikalischen
Darbietung und forderten Quo auf die Bühne. Nazareth musste die Bühne freigeben.
In diesem Jahr stellen Quo eine weitere LP vor, die komplett aus
der Feder Quo`s stammt "Dog of two Head".

1972 brachte einen neuen Vertrag mit dem Label Vertigo. Sie treten im Laufe des
Jahres mit Größen wie Slade, Atomic Rooster, Alexis Corner und Supertramp auf.
Live konnten sie sich bei dem Great Western Lincoln Festival in Bardley grandios verkaufen.
Vor 50 000 Besuchern rockten sie total ab und nahmen die Besucher in ihren Bann.
Im November stellen sie ihre Single "Paper Plane" vor. Sie bringt den erwünschten Durchbruch.
Ihr folgte im Dezember die LP Veröffentlichung von "Piledriver". Mit diesem Album können
sie auch die letzten Kritiker überzeugen. Fans sprechen vom Besten Quo-Album aller Zeiten.
In den UK Album Charts schafft sie es auf Platz 5.

1973 sind über 90 Konzerte geplant: England , Spanien, Italien, 1. USA Tournee, Australien
und die zweite USA Tournee. Ein weitere Single wird zum Top Hit "Caroline".
Rick Parfitt heiratet am 15 September eine Deutsche

1974 sind insgesamt 75 Konzerte geplant. Im Januar beginnen sie ihre Skandinavien Tournee.
Im Februar treten sie in den USA mit Fleetwood Mac auf. Die Tour wird zum Desaster.
Einige Auftritte werden durch die Veranstalter gekappt und zum Anderen tritt Fleetwood Mac nicht
in Originalbesetzung auf, was den Fans nicht entgeht. Im April touren sie 15 Mal durch Deutschland.
Das neue Album "Quo", das im Mai erscheint, steigt bis auf Platz 2 der UK-Album-Charts.
Die meisten Songs auf dieser Scheibe wurde von Alan Lancaster geschrieben.
Später wird das Album mit Gold ausgezeichnet. Es folgen Tourneen in Skandinavien,
Deutschland, Schweiz und England. Im November ist die Single Veröffentlichung von "Down Down".

1975 wird "Down Down" Nummer 1 als erste und einzige Single in England.
Sie erreicht in Belgien Nr.1 und platziert sich in Holland und der Schweiz auf Platz 2.
Im Mai startet eine weitere England Tour (Quo Live). "On the Level" wird fertig gestellt
und vorgestellt. Sie erreicht auf Anhieb Platz 1 in den UK-Album-Charts. Singlevorstellung
"Roll over lay Down" wird standartgemäß ein Hit.
Eine Unzahl von Konzerten werden im Laufe des Jahres absolviert.

1976 wird das erfolgreichste Jahr von Quo. In diesem Jahr ist Quo so Populär,
dass sie in der Deutschen Musikzeitschrift Bravo eine eigene Serie erhalten.
im März wird die LP "Blue for You" vorgestellt. Die LP ist ausschließlich selbst produzier
und geschrieben. Unterstützt wird der Erfolg von "Blue for You" von dem Jeans-Hersteller Lewis,
der eine riesige Kampagne um Quo startet. In Deutschland ist das Album 8 Monate in den Charts.
Im Mai werden Alan, Francis und Rick auf dem Wiener Flughafen wegen einer Rauferei
verhaftet und müssen eine Nacht auf Staatskosten übernachten.
Weitere Konzerte stehen an. Andy Bown tritt als Keyboarder Quo bei

1977 wird Quo zur Rockband des Jahre gekürt. Anfang des Jahres erscheint die
Single "Mystery Song" die sich 20 Wochen in den Charts hält. Das wohl erfolgreichste Album
von Quo erschien in diesem Jahr. Live `77, wird im März vorgestellt und im Anschluss
mit Platin ausgezeichnet. Im Mai erscheint die erste 12" Maxi-Single "Down the Dustpipe".
Im Juni erkrankt John Coghlan. Vorübergehend müssen die Studioarbeiten abgebrochen werden.
Im September erscheint der wohl beste Gassenhauer den Quo je gespielt hat.
"Rockin' all over the World". Geschrieben und auf Platte gepresst hatte ihn zuvor John Fogerty (CCR).
Dieser Song bricht alle Rekorde von Quo. Ein Song der bis in die heutigen Tage nachgesungen
und nachgespielt wird. Im November steigt die "Rockin' all over the World Tour",
die über 1,5 Mio. Besucher verzeichnen konnte. Erstmalig kann
Alan Lancaster an einer Tour nicht teilnehmen.

1978 setzt sich die "Rockin' all over the World Tour" fort. Alan Lancaster heiratet
Dayle Thornburn. Rick Parfitt erkrankt an Arthritis. Im August kommt ein weiterer Superhit
auf dem Markt "Again and Again". Wiederum eine neue LP "If You Can't Stand The Heat"
und eine Menge Live-Auftritte.

1979 beginnt mit einigen kleinen Zwischenfällen. Auf Deutschland-Tournee fällt Francis Rossi
benommen ins Schlagzeug. Das Konzert wird für 45 Minuten unterbrochen.
In Essen bekommt Rossi den Gitarrenhals von Rick Parfitt ins Gesicht. Rossi muss behandelt werden.
Am 14.09. kommt ein weiterer Knaller auf dem Markt. "Whatever you Want".
Der Song wird einer der größten Hits von Quo. Erstmalig erscheint eine
Biografie über Quo "The Authorised Biography". Live-Auftritte beenden auch diese Jahr.

Anfang 1980 bringen Quo "Living on an Island" heraus. Wieder mal hat Rick
gesundheitliche Probleme. Diesmal hat es mit seinem Rücken zu tun. Ihm wird eine dreimonatige
Zwangspause verordnet. Auf Grund der Krankheit wird die geplante Deutschland-Tournee abgesagt.
Enttäuschung bei den Fans, denn alle Konzerte waren ausverkauft. Erneut gibt es in diesem
Jahr für Rick einen Schicksalsschlag. Die vierjährige Tochter Heidi ertrinkt im
hauseigenen Swimming-Pool. In England wird "What you're Proposing" vorgestellt.
Danach erscheint die LP "Just Supposin". Das Jahr 1980 zeichnet sich dadurch aus,
das Quo keinen einzigen Live-Auftritt machen.

1981 verlässt John Coghlan die Band . Von nun an trommelt Pete Kircher für 4 Jahre bei Quo.
Ständige Streitereien mit John machen die Band mürbe. Erstmalig wird der Drogenkonsum
innerhalb der Band bekannt. Aussage Francis Rossi:" Wenn ich so weiter gemacht hätte,
wäre ich heute nicht hier". Die USA, Italien, Frankreich, England und Deutschland werden
mit Quo-Konzerten beglückt. Im Februar erscheint "Something bout you babe I like".
Die Scheibe kann an alte Erfolge anschließen.

1982 wird das Album "1+9+8+2" in den Schweizer Montreux-Studios eingespielt und
16.04. in England veröffentlicht. Die LP kommt auf Platz 1 in den UK-Charts und kann sich
dort 20 Wochen halten. Zählt man die Zahlen von "1+9+8+2" zusammen,
ergeben sie das 20 Jährige Bühnenjubiläum von Quo wieder.
 

1983 gab es keine Live-Konzerte von Quo. In den Jahren `84 -`90 standen
wieder LIve-Auftritte und Plattenaufnahmen im Vordergrund.1984 bricht Rossi
bei einem Konzert in Basel zusammen. 1985 steigt Alan Lancaster aus. Parfitt/Rossi
und Lancaster zerstreiten sich über die Rechte an dem Namen Staus Quo. Lancaster lässt
per Gericht verbieten ohne ihn öffentliche Auftritte durchzuführen. Lancaster kümmert sich derweil
um seine schwangere Frau in seinem Domizil in Australien. Auf Grund der Streitereien gehen alle
ihre eigen Soloprojekten nach. Es kommt zu einem Gerichtstermin. Lancaster verlangt den Namen
Status Quo für sich. Die Klage wird abgeschmettert, da Parfitt und Rossi mehr in der Öffentlichkeit
mit dem Namen Status Quo identifiziert werden. Lancaster schloss sich in Australien den "The Party Boys" an,
mit denen er in Australien sehr erfolgreich war. 1985 war das Jahr der Wiedergeburt von Quo.
Ian Jones und Alan Crux werden die neuen Manager von Quo. Bob Geldorf lädt die Truppe
zum LIVE AID Konzert ein. Sie sagen zu und eröffnen das Spektakel, dass ihnen wieder
ein mal weltweiten Ruhm einbrachte. 1 Mio. Menschen schauten an den Fernsehern zu.
Rossi meinte dazu: "Wir waren die erste Band die spielte. Wären wir die Dritte oder
vierte Band gewesen, wären wir nicht so anerkannt worden". Live Aid brachte Quo wieder zusammen.
1986 verlässt Pete Kircher die Truppe. Für ihn kommt Jeff Rich. Für den ausgewanderten
Lancaster kommt John Rhino Edwards, der auch heute noch in der Band ist.
Nach vielen Streitereien und Wechsel der Musiker, kommt 1986 "Rolling Home" auf dem Markt.
Auch dieser Song kann sich durchsetzen. Ende des Jahres setzt sich einer der größten
Hits von Quo durch "In the Army Now". Dieser erreicht Chart-Platzierung 1.
In den folgenden Jahren erscheinen 3 weitere Alben.

In den folgenden Jahren taten Quo das, was sie am Besten konnten, Musik machen.
Bis auf einen Wechsel des Drummers Matthew Letley,der 2000 für Jeff Rich, kam,
wäre nicht mehr viel hinzuzufügen. Wie oft wurde Quo von der Presse zerrissen.
Dennoch sprechen der Erfolg durch Tourneen und Plattenverkäufe für Quo.


 

40 Jahre Status Quo

5700 Konzerte in 40 Jahren vor 25 Millionen Zuschauern und ein Ende ist nicht abzusehen.
63 Singles konnten sich in den Britischen Charts platzieren.

Mehr als die Beatles oder Stones in ihrer Schaffenszeit.

120 Millionen verkaufte Tonträger schafften einen Daueraufenthalt von 408 Wochen in den Hitparaden.

 

 

Status quo 2002